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Frästisch Ratgeber

In erster Linie stellt man Frästische her, um damit Massivholz bearbeiten zu können – somit kommen sie sowohl bei Hobby-Heimwerkern als auch bei professionellen Handwerkern zum Einsatz. Mittlerweile ist die Auswahl auf dem Markt groß und bietet etwas für jeden Bedarf. Hier zeige ich dir, worauf du bei einem Kauf eines guten Frästischs besonders achten solltest.

Aufbau und Montage eines Frästischs – die wichtigsten Informationen zum Thema

Frästische gibt es im Handel in großer Auswahl, sei es für den Heimgebrauch oder auch für professionelle Werkstätten. So ist es oft nicht einfach, das richtige Modell auszuwählen. Grundsätzlich solltest du darauf achten, dass der Frästisch möglichst stabil und aus soliden Materialien gefertigt ist. Nur so kannst du sicher arbeiten. Gleichzeitig ist es von Vorteil, wenn die Tischfüße über Gummierungen verfügen, die ein Wegrutschen verhindern – somit bleibt der Tisch auch bei sehr schweren Werkstücken an seinem Platz.

Für die Sicherheit mindestens genauso wichtig ist darüber hinaus ein Notschalter, der sich an der Seite des Tisches befindet – auf diese Weise kannst du den Tisch sofort abschalten, falls es nötig ist.

Bei einigen Frästischen liefert der Hersteller umfangreiches Zubehör mit. Hier lohnt es sich, beim Kauf genauer hinzusehen, denn wer viel mit seinem Frästisch arbeiten möchte, benötigt sicherlich das eine oder andere Zubehörteil – und dies später separat nachzukaufen, ist häufig nicht die günstigste Lösung. Dazu können zum Beispiel Parallel-, Längs- oder auch Winkelanschläge gehören. Generell sind Anscläge für die Arbeit mit dem Frästisch von großer Bedeutung, denn an ihnen führt man das Werkstück entlang, damit das Ergebnis möglichst perfekt ausfällt. Wichtig dabei ist, dass der Anschlag exakt reguliert ist und sich einfach fixieren lässt. Ein Pluspunkt ist darüber hinaus, wenn ein Frästisch dir die Möglichkeit bietet, einen Staubsauger anzuschließen, um anfallende Späne absaugen zu können. Auf diese Weise bleibt dein Arbeitsbereich stets sauber und übersichtlich – ein wichtiger Punkt, der zu deiner eigenen Arbeitssicherheit beiträgt.

Für den Aufbau eines Frästischs solltest du dir nach dem Kauf ein wenig mehr Zeit einplanen – denn hier musst du besonders sorgfältig arbeiten, damit alles korrekt montiert und befestigt wird. In der Regel liefert der Hersteller gleich sämtliche Teile für die Installation mit, so dass du sofort loslegen kannst. Spezielle Werkzeuge sind dafür im Normalfall nicht erforderlich. Unter Umständen besitzt du außerdem eine Oberfräse, die du direkt an den Frästisch montieren kannst. Wichtig: Schließe die Oberfräse an den Netzanschluss des Frästischs an – so kannst du den Notschalter an der Seite betätigen und die Fräse stoppt ihre Arbeit im Falle eines Falles sofort.

Handelt es sich um einen ausziehbaren Frästisch, solltest du den Tisch auf die Länge einstellen, mit der du arbeiten möchtest. Natürlich kannst du den Frästisch auch vor jeder Bearbeitung neu auf das jeweilige Werkstück justieren, um ein perfekt angepasstes Arbeiten sicherzustellen.

Wie funktioniert die Arbeit mit einem Frästisch?

Der Frästisch setzt sich prinzipiell aus einer Gussplatte sowie aus einer sogenannten Frässpinsel zusammen – diese befindet sich in der Mitte der Arbeitsauflage und stellt das Herzstück eines voll ausgestatteten Frästischs dar. Allerdings gibt es zwei Varianten, zwischen denen unterschieden wird: Ein Tisch mit einem Vorschub, der sich manuell führen lässt und ein Modell mit einem Vorschubappararat. Dank eines frei regulierbaren Öffnungsdurchmessers kannst du den Frästisch an den Durchmesser des gerade benötigten Werkzeugs perfekt anpassen.

Unterschiede zwischen Profi- und Heimwerker-Frästischen

Grundsätzlich kann ein Frästisch natürlich stets von beiden Personengruppen genutzt werden: Von Profi-Handwerkern oder auch von Heimwerkern, die zu Hause oder in ihrer Hobby-Werkstatt Massivholzteile damit bearbeiten möchten. Unterschiede zeigen sich bei den Geräten vor allem in der Leistung: Gesteuert wird die Drehzahl der Frässpinsel über ein spezielles Getriebe, dem sogenannten Riemenscheibengetriebe, welches mit bis zu 10.000 Umdrehungen in der Minute erreichen kann – solche Modelle sind ideal für den Profi-Gebrauch in betrieblichen Werkstätten. Für Hobby- und Heimwerkstätten dagegen genügen Frästische, bei denen eine maximale Umdrehungszahl von 8.000 erreicht wird. Sie reicht völlig aus, um damit Winkel oder auch Profile zu fräsen. Möchtest du umgehend nach dem Kauf deines neuen Frästischs mit der Arbeit beginnen, empfehle ich dir, zusätzlich mindestens einen passenden Fräsanschlag sowie einen Zapfentisch hinzuzukaufen – beides sind Zubehörteile, auf die du bei den meisten Arbeiten am Frästisch langfristig ohnehin nicht verzichten kannst.

Auch weiteres Zubehör kann sinnvoll sein, wie zum Beispiel ein Profilmesskopf, ein Verstellnuter oder auch ein Falzkopf. Auf diese Weise wird ein Frästisch zu einem echten Multitalent in der Werkstatt. Optimal ist zudem, wenn du mit dem Frästisch unterschiedliche Materialien bearbeiten kannst, wie zum Beispiel Hart- und Weichholz sowie auch Platten aus Multiplex. Das Wichtigste dabei ist, dass das Gerät stets mit höchster Präzision arbeitet – eine Eigenschaft, die leider nicht alle Frästische auf dem Markt aufweisen.

Worauf du beim Kauf eines Frästischs besonders achten solltest

Es gibt viele Kriterien, die beim Kauf eines Frästischs wichtig sind. Grundsätzlich sollte das Gerät im Hinblick auf seine Leistung möglichst gut zu den eigenen Ansprüchen passen – vor allem die Drehzahl muss stimmen. Lasse dir bei einem Kauf beim Fachhändler oder im Baumarkt gerne ein Modell vorführen, ehe du es kaufst. Denn es ist sinnvoll, den Frästisch im Vorfeld genau zu prüfen, um mehr über die Qualität zu erfahren. Lässt sich das Fräswerkzeug schnell und ohne Probleme auswechseln? Läuft der Motor auch in einem höheren Drehzahlbereich fließend und ruhig? Genauso wichtig ist, dass du die Wichtigkeit der Stabilität eines Frästischs nicht unterschätzt. Um damit sicher und gefahrlos arbeiten zu können, muss er belastbar sein und plan auf dem Boden stehen.

Sieh dir den Frästisch rundherum an, um herauszufinden, wie viel Platz du für die Stellfläche in deiner Werkstatt benötigst. Allerdings musst zu hierbei berücksichtigen, dass du zusätzlich genug Bewegungsfreiheit benötigst, um sauber arbeiten zu können. Als Faustregel gilt, dass mindestens ein Meter Platz rundherum bleibt – ansonsten wird es schnell zu eng. Nicht jeder Frästisch passt an den gewünschten Standort, daher musst du im Vorfeld genau ausmessen, wie viel Raum du zur Verfügung hast.

Weitere wichtige Sicherheitstipps für die Arbeit mit dem Frästisch

Ein guter Tipp: Entscheide dich am besten für ein Modell, das mit dem Qualitätssiegel „BG Test“ ausgestattet ist. Dieses stellt sicher, dass das Arbeiten an der jeweiligen Tischfräse so sicher wie möglich ist. Denn: Behalte dir stets im Hinterkopf, dass ein Frästisch alles andere als ein ungefährliches Werkzeug ist.

Darüber hinaus fängt Sicherheit grundsätzlich schon bei der Kleidung an: Trage möglichst eng anliegende Kleidung, in denen sich die Fräse nicht verheddern kann, die dir aber noch genügend Bewegungsfreiheit und Flexibilität bietet. Ebenfalls solltest du nicht auf eine Schutzmaske für die Augen und auf einen Gehörschutz verzichten, damit das Arbeiten keine gesundheitlichen Schäden verursacht. Ebenfalls solltest du nie hektisch oder unachtsam arbeiten, wenn du am Frästisch stehst, sondern immer mit Geduld vorgehen – nur so ist ein sicheres Arbeiten möglich, bei dem auch das Ergebnis stimmt.

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