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Der große Oberfräsen Test und Vergleich 2016

Im großen Oberfräsen Vergleichstest habe Ich für Dich die aktuellen und beliebtesten Modelle getestet.

Oberfräsen kommen in diversen Bereichen der Holzverarbeitung bei unterschiedlichen Fräsarbeiten zum Einsatz. Sie sind für den gelegentlichen und fortgeschrittenen Hobbyheimwerker ebenso geeignet wie für den Profihandwerker.

Hobbyheimwerker oder Profihandwerker?

Wenn Du die Fräse meist zu kleineren Reparaturen am Haus oder im Wohnbereich nutzt, dann zählst Du zu den gelegentlichen Hobbyheimwerkern. Auch wenn Du ab und an ein Möbelstück selbst baust oder kleinere Fräsarbeiten mit wenig Zeitaufwand durchführst, gehörst Du dazu. Für all diese Arbeiten werden dem gelegentlichen Hobbyheimwerker Oberfräsen der Preisklasse bis zu 100 Euro empfohlen. Obwohl diese Produkte meist nicht so hochwertig sind, verfügen sie doch über die nötigsten Funktionen sowie Zubehör. Sie können aber bei längerem Benutzen überhitzen.

Die nachfolgende Liste hilft Dir bei der Suche nach dem richten Gerät. Welche die richtige für deine Werkstatt ist, kannst Du in den vielen Testberichten nachlesen.

Die besten Oberfräsen für Hobbyheimwerker

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Bosch DIY Oberfräse POF 1400 ACE (3 x Spannzange, Fräser, Parallelanschlag, Absaugadapter, Koffer (1400 W)) - Einhell TE-RO 1255 E - 1 Makita MT372 / Maktec Einhand - Fräse, 530 Watt -
ModellBosch DIY Oberfräse POF 1400 ACEEinhell TE-RO 1255 EMakita MT372
Bewertung
ModellnummerPOF 1400 ACE + ZubehörEINRTRO55MT372
Leistung1400 Watt1200 Watt530 Watt
Gewicht3500 g3000 g1400 g
Leerlaufdrehzahl11.000 - 28.000U/min11.000-30.000 U/min35000U/min
TestberichtBester PreisTestberichtBester PreisTestberichtNicht Verfügbar

Die besten Oberfräsen für fortgeschrittene und Profihandwerker

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Festool OF 1010 EBQ-PLUS - 1 Makita RT0700CX2J Oberfräse und Trimmer - Bosch GKF 600 Professional Kantenfräse im Handwerkerkoffer mit 2 Spannzangen mit Überwurfmuttern (6 mm, 8mm), Gabelschlüssel 17 mm und Führungshilfe -
ModellFestool OF 1010 EBQ-PLUSMakita RT0700CX2JBosch GKF 600
Bewertung
Modellnummer574335RT0700CX2J0 601 60A 100
Leistung1010 Watt710 Watt600 Watt
Gewicht2700 g1800 g1700 g
Leerlaufdrehzahl10000-24000U/min10.000 - 30.000U/min33.000U/min
TestberichtBester PreisTestberichtBester PreisTestberichtBester Preis

Gehörst Du zu den fortgeschrittenen Hobbyheimwerkern, die des Öfteren oder regelmäßig längere Fräsarbeiten durchführen? Dann solltest Du Dich für eine Oberfräse der mittleren Preisspanne von 100 bis 200 Euro entscheiden. Bei diesen Produkten handelt es sich um Fräsen, die hochwertiger und in einer besseren Qualität verarbeitet sind. Meist sind diese Fräsen mit einer exakten Tiefeneinstellung ausgestattet. Auch eine praktische Absaugung ist hier gegeben. Außerdem läuft der fortgeschrittene Hobbyheimwerker nicht Gefahr, dass sich die Fräsmaschine überhitzt.

Wenn Du natürlich täglich Möbelstücke baust oder Handwerker bist, der beruflich mit Fräsarbeiten zu tun hat, dann zählst Du zu den Profihandwerkern. Für diese sind die Oberfräsen ab 200 Euro ein unbedingtes Muss. Geräte dieses Preissegmentes zeichnen sich nicht nur durch eine sehr gute Qualität aus, sondern sie verfügen auch über alle notwendigen Funktionen. Die Fräsarbeiten können somit einfach und schnell realisiert werden. Auch Zubehörteile sind optional erhältlich. Die Fräsen in dieser Preiskategorie sind so konzipiert, dass sie nicht nur länger eingesetzt werden können ohne zu überhitzen, sie liefern auch anspruchsvolle Fräsarbeiten ab. Da diese Fräsmaschinen hochwertig verarbeitet und sehr robust sind, ist deren Lebensdauer auch sehr hoch. Geräte dieser Preisklasse sind für Profihandwerker das Richtige.

Woran ist eine gute Oberfräse erkennbar?

Eine gute Oberfräse erkennst Du schon an ihrer Verarbeitung. Sie sollte eine hochwertige Bauweise, Stabilität und Strapazierfähigkeit aufweisen. Um auch einmal robustere Einsätze zu überstehen, sollten alle Bauteile aus widerstandsfähigem Material hergestellt sein. Einen Fall aus circa einem Meter Höhe sollte sie schon schadlos überstehen. Weitere Kriterien, die eine gute Oberfräse ausmachen, sind ihre Ausstattung und ihre Funktionen. Der Bedienkomfort und die Ergonomie spielen ebenso eine Rolle, wie die Lautstärke beim Fräsvorgang und die Sicherheit. Schon der Lieferumfang lässt erkennen, ob es sich um eine gute oder weniger gute Fräse handelt.

Die Kosten

Oberfräsen unterscheiden sich nicht nur in der Ausstattung und Leistung, sondern auch der Preis variiert sehr deutlich. Schon für unter 100 Euro kannst Du eine einfache Ausführung erwerben. Für Geräte mit einem eingeschränkten Funktionsumfang musst Du schon um die 200 Euro einplanen. Und wenn Du Dich für eine hochwertige Variante im Profisegment interessierst, dann musst Du mehr als 1.000 Euro investieren. Erwerbbar sind die Oberfräsen jeder Preisklasse in Baumärkten, Fachgeschäften oder über große Onlineshops. Oftmals existieren jedoch deutliche preisliche Unterschiede. Besonders attraktive Preise werden von den Onlinehändlern offeriert.

Worauf solltes ich vor dem Kauf achten?

Bevor Du Dich für den Kauf einer derartigen Fräse entscheidest, solltest Du wissen, für welchen Zweck Du sie einsetzen möchtest. Auch über die Häufigkeit ihres Einsatzes solltest Du Dir Gedanken machen. Natürlich ist es ein Unterschied, ob Du nur hin und wieder oder professionell mit ihr arbeiten möchtest. Selbstverständlich haben die Profimodelle einige Vorteile aufzuweisen. So warten sie mit einer einfacheren Handhabung auf, arbeiten präzise und das sogar im Dauereinsatz, ohne Schaden zu nehmen. Da Profigeräte im oberen Preisniveau liegen, solltest Du vor Kauf Deinen realistischen Arbeitsumfang einschätzen. Da aber die Faustregel „Je teurer, desto besser!“ nicht immer zutrifft, findest Du auch bei den günstigeren Modellen Fräsen in hoher Qualität.

Kriterien, die Du beim Kauf einer guten Oberfräse berücksichtigen solltest

  • Die Leistung der Fräse sollte bei Zweihandfräsen bei 1.200 bis 1.400 Watt liegen, bei Einhandfräsen sind 700 Watt ausreichend;
  • das Gewicht von drei bis vier Kilogramm wird bei einer Zweihandfräse empfohlen, zwei Kilogramm sollten bei der Einhandfräse nicht überschritten werden;
  • damit Du lange Freude an Deiner Fräse hast, muss auch das Herstellungsmaterial stimmen. Tauchsäulen, Grundplatte und Spannzange sollten unbedingt aus Metall gefertigt sein;
  • um ein optimales Fräsergebnis zu erreichen, sind eine Drehzahlregulierung und eine Tiefeneinstellung notwendig;
  • die einfache Handhabung ist ein weiterer Punkt, der bei einem Oberfräsenkauf Berücksichtigung finden sollte;
  • da beim Fräsen Staub und Späne anfallen, solltest Du auf das Vorhandensein eines Staubsaugeranschlusses oder eines Auffangbeutels achten;
  • meist ist im Lieferumfang schon einiges Zubehör enthalten. Dazu gehören Parallelanschlag, Gabel- oder Inbusschlüssel sowie ein Anlaufring zum Folgen von Schablonen und Konturen;
  • ergonomisch geformte Handgriffe sorgen für ein ermüdungsfreies und sicheres Arbeiten;
  • der Sanftanlauf hat sich bei diesen Fräsen bewährt. Er sorgt dafür, dass die Maschine langsam bis zur höchsten Stufe gelangt. Das Arbeiten wird dadurch angenehmer;
  • ein entsprechend langes Stromkabel ermöglicht Dir ein flexibles Arbeiten;
  • von Vorteil ist auch ein stabiler Koffer zur platzsparenden Aufbewahrung und Transport der Oberfräse.

Die Einsatzgebiete

Dass Oberfräsen in diversen Bereichen der Holzbearbeitung eingesetzt werden, wurde eingangs schon erwähnt. Mit ihrer Hilfe kannst Du mit dem richtigen Fräskopf unterschiedliche Fräsarbeiten ausführen. Dazu gehört das Fräsen verschiedener Profile, wie Nut, Falz und Zinken. Aber auch für Abrundungen, Fasen, Viertelstäbe sowie Dübellöcher und Lochreihen lassen sich Oberfräsen nutzen. Sogar kreative Dekorationen aus Zahlen und Buchstaben kannst Du anhand von Schablonen mit diesem Gerät erstellen.

Fräsen von Profilen

Wenn Du in Werkstücken aus Holz Profile verschiedenster Art fräsen möchtest, dann hilft Dir eine Oberfräse mit dem richtigen Profilfräser weiter. Profilfräser werden in einer großen Auswahl angeboten, sodass für jeden Zweck der richtige dabei ist. Profile sind beispielsweise:

  • Zinken,
  • Nut,
  • Falz,
  • Abrundungen,
  • Fase und
  • Viertelstab.

Diese Profilarten werden Dir nachfolgend kurz erläutert.

Zinken

Besonders an sehr hochwertigen Möbeln kannst Du diese Art der Holzverbindung noch sehen. Um zwei Bauteile unwiderruflich miteinander fest zu verbinden, werden Zinken gebraucht. Sie gehören zu den klassischen Holzverbindungen. Als echter Hingucker wird diese Zinkenverbindung an den Sichtkanten von Möbelstücken gefräst.

Nut

Eine Nut wird unter anderem zum professionellen Befestigen von Schrankrückwänden benötigt. Zu diesem Zweck wird sie mit einem Nutfräser an der hinteren Schrankfläche gefräst und die Rückwand in diese Nut eingeschoben. Das Ergebnis ist ein ordentlicher Abschluss und sieht wesentlich besser aus, als wenn die Rückwand nur aufgeschraubt wäre.

Falz

Zum Verschönern einer Kante kann der Falz ebenso dienen, wie als Einlass für eine Tür. Um ein perfektes bündiges Abschließen der Tür mit der Kante zu erreichen, ist der Falz in der Tiefe der Tür zu fräsen. Eine bündige Tür bedeutet Sicherheit und ist nicht nur versicherungstechnisch von Bedeutung.

Abrunden

Werk- und Möbelstücke werden meist mit abgerundeten Kanten versehen. Dies geschieht mit einem Abrundfräser in Sekundenschnelle. Für das Abrunden von Holzkanten stehen unterschiedliche Fräser in vielen Radien zur Verfügung. Mit ihnen kannst Du große und kleine Rundungen je nach gewünschter Rundungsstärke fräsen. Der am Fräser befestigte Anlaufring, mit dem der Abrundfräser betrieben wird, bestimmt ebenfalls den Radius.

Fase

Ein 45-Grad-Schnitt einer Kante wird auch als Fase bezeichnet. Der Fasefräser kommt dann zum Einsatz, wenn eine Kante mit einer schönen Fase versehen werden soll. Da an fast allen Möbelstücken und Werkstücken die Schnittkanten mit einer gleichmäßigen Fase zu versehen sind, wird der Fasenfräser sehr oft eingesetzt. Fasefräser sind für die unterschiedlichsten Winkel und Fasengrößen im Handel erhältlich. Der Anlaufring, der am Fräser befestigt ist, bestimmt Breite und Länge der Fase. Bei Anwendung einer Fase kannst Du tolle Effekte in der Optik erreichen.

Viertelstab

Der Name Viertelstab lässt schon erahnen, dass mit diesem Viertelstabfräser eine Rundung nur bis zu einem Viertel gefräst werden kann. Anwendung findet dieser Fräser vorwiegend in der Möbelherstellung. Besonders rustikale Kommoden, Türen etc. profitieren von diesem Fräsertyp. Der Viertelstabfräser wird ebenfalls mit einem Anlaufring betrieben. Erhältlich ist er in verschieden Größen.

Fräsen von Dübellöchern und Lochreihen

Der Name Viertelstab lässt schon erahnen, dass mit diesem Viertelstabfräser eine Rundung nur bis zu einem Viertel gefräst werden kann. Anwendung findet dieser Fräser vorwiegend in der Möbelherstellung. Besonders rustikale Kommoden, Türen etc. profitieren von diesem Fräsertyp. Der Viertelstabfräser wird ebenfalls mit einem Anlaufring betrieben. Erhältlich ist er in verschieden Größen.

Kreative Dekorationen durch Buchstaben und Zahlen

Wenn Du mit der Oberfräse arbeitest, kannst Du Deine Kreativität freien Lauf lassen. Mithilfe entsprechender Buchstaben- oder Zahlenschablonen wird Dir ein Fräsen derselben in eine Oberfläche ermöglicht. Derartige Schablonen werden im Handel angeboten. Du kannst sie aber auch alternativ selbst herstellen. Entsprechende Buchstaben und Zahlen fräsen Sets werden im Handel aber auch angeboten.

Nachdem Dir aufgezeigt wurde, welche Einsatzmöglichkeiten es für diese Fräse gibt, sollst Du nun erfahren, wie das Gerät aufgebaut ist.

Aufbau der Oberfräse

Der Aufbau einer Oberfräse stellt sich als ein besonderer dar. Sie besteht aus einem leistungsstarken Elektromotor, der ohne Getriebe arbeitet. Er bildet das Herzstück der Fräse. Sie sollte mit einem Motorsanftanlauf ausgestattet sein. Dieser verhindert ein ruckartiges Starten der Fräse. Geführt wird sie mit der Hand. Aufgrund ihrer Leerlaufdrehzahl von 8.000 bis 30.000 Umdrehungen pro Minute gehört die Fräse zu den schnellsten Werkzeugen. Zu bemerken ist jedoch, dass sie bei falscher Handhabung auch zu den gefährlichsten Werkzeugen, die Du in der Werkstatt eines Heimwerkers oder Profis finden kannst, gehört. Der Aufbau im Einzelnen:

Gehäuse

Das robuste Gehäuse der Oberfräse ist in den meisten Fällen aus hochwertigem widerstandsfähigem Hartmetall gefertigt. Da das Gehäuse allen Vibrationen beim Einsatz auf dem Bau oder in der Werkstatt standhalten muss, ist seine Verarbeitung extrem wichtig. Oftmals sind die Fräsen zusätzlich mit einer speziell gehärteten Kunststoffverkleidung versehen. Dadurch ist die Handhabung angenehmer und das Design spricht auch mehr an.

Grundplatte

Jede Oberfräse verfügt über eine Grundplatte, die den Standfuß der Maschine bildet. Auf dieser Grundplatte schiebst Du die Maschine über das zu bearbeitende Werkstück. Damit ein sauberes Rutschen möglich ist, befindet sich unter der Platte meist noch eine Kunststoffplatte. Genauigkeit wird nur erreicht, wenn die Grundplatte präzise verarbeitet ist. Um ein perfektes Ergebnis beim Fräsen zu erreichen, muss die Grundplatte von allen Seiten exakt im rechten Winkel zur Fräsachse stehen. Eine genaue Fräsung ist sonst nicht möglich. Des Weiteren kann die Grundplatte die Kopierhülsen für eventuelles Nachfräsen aufnehmen. Diese sind als Zubehörteile im Handel erhältlich.

Die Handgriffe

Oberfräsen sind in der Regel mit zwei Handgriffen ausgestattet. Mit diesen können die Fräsen sicher über das Werkstück geführt werden. Eine Ausnahme ist die Kantenfräse. Von einem Handgriff, meist dem rechten, wird der Ein-/Ausschalter mit dem Daumen oder Zeigefinger bedient. Die Handgriffe werden in die drei Kategorien Doppelknauf, Doppelgriff und Pistolengriff unterteilt.

Bei dem Doppelknauf befindet sich rechts und links an der Fräse ein Knauf zu Führen der Maschine.

Der Doppelgriff ähnelt der Doppelknaufvariante. Bei ihm ist jedoch zum sicheren Führen des Fräsers rechts und links je ein ergonomisch geformter Griff angebracht.

Für eine Einhandbedienung ist der Pistolengriff geeignet. Die Oberfräse ist aber auch mit einem zusätzlichen Knauf für die Zweihandbedienung an der gegenüberliegenden Seite ausgestattet. Dieser dient der Arretierung und wird auch als Feststellknopf bezeichnet.

Die Tiefeneinstellung

Um exakte Fräsergebnisse zu erzielen, ist eine Tiefeneinstellung besonders wichtig. Für die Einstellung der Frästiefe besitzt das Gerät eine Tiefeneinstellung. Sie ist bei den meisten Fräsen als arretierbarer Metallstab konzipiert worden. Dieser sollte hochwertig und millimetergenau einstellbar sein. Hat der Fräser die gewünschte Frästiefe erreicht, schlägt er auf dem Revolveranschlag an. Ein tieferes Fräsen wird dadurch verhindert.

Die Feineinstellung

Hochwertige Oberfräsen sind zusätzlich zur Tiefeneinstellung aufgrund der rustikalen Auslegung als Metallstab mit einer Feineinstellung ausgestattet worden. Über diese kann die Frästiefe bis auf einen zehntel Millimeter genau justiert werden. Vor allem in der Möbelherstellung kann auf eine Feineinstellung nicht verzichtet werden.

Revolveranschlag

Ein weiteres praktisches und nützliches Teil an der Fräse ist der Revolveranschlag. Sein Name resultiert daraus, dass er wie eine Revolvertrommel gedreht wird. Der Revolveranschlag verfügt über drei Anschlagpunkte unterschiedlicher Höhe. Dadurch können verschiedene Tiefen im Vorfeld eingestellt und bei Bedarf auf diese immer wieder zurückgegriffen werden. Von Vorteil ist, dass man nur den Revolveranschlag verstellen muss. Die gewünschte Frästiefe kann in drei Arbeitsgängen gefräst werden, wenn die Frästiefe nach der tiefsten Anschlagtiefe eingestellt wird. Besonders wichtig ist dies beim tiefen Fräsen und Fräsen in Hartholz.

Drehzahlregelung

Eine sehr wichtige Funktion bei Oberfräsen stellt die Drehzahlregelung dar. Die Regelung der Drehzahl ist der Drehzahl, mit der der verwendete Fräskopf unbedingt betrieben werden muss, anzupassen. Bei Nichtbeachtung kann es zu Schäden am Fräskopf, wie Schwarzwerden desselben kommen. Außerdem werden die Schneiden durch Heißwerden des Fräskopfes zerstört. Des Weiteren ist die Anpassung der Drehzahl an das jeweilige Werkstück erforderlich. Hartes Holz, wie Buche oder Eiche, benötigt eine höhere Drehzahl als eine weiche Holzart, wie Pinie, Erle oder Kiefer.

Der An-/Ausschalter

Bei den meisten Oberfräsen befindet sich in der Nähe des rechten Handgriffs der An-/Ausschalter. Sind die Maschinen moderner, kann er auch am Handgriff angebracht sein. So kann er mit einem Finger bedient werden. Der Schalter dient dem Starten und Stoppen des Motors der Fräse. Es wird zwischen zwei Systemen unterschieden. Zum einen gibt es Schalter, die während des Betriebes gedrückt gehalten werden müssen und zum Anderen werden Schalter verwendet, die ihren aktuellen Zustand, ähnlich wie Lichtschalter, selber halten. Eine sehr wichtige Funktion ist die Möglichkeit des Arretierens des An-/Ausschalters. Dadurch entfällt das ständige Drücken desselben für die Inbetriebnahme. Du kannst Dich voll und ganz auf das zu bearbeitende Werkstück konzentrieren. Diese Funktion sollte bei einer derartigen Fräse nicht fehlen.

Die Arretierung / Feststellknopf

Wie bereits erwähnt, wird die Arretierung bei Fräsen mit Pistolengriff, oft als Feststellknopf bezeichnet, als zweiter Handgriff genutzt. Er ist gegenüber dem Pistolengriff angebracht und dient der Einstellung der Frästiefe. Beispielsweise beim Fräsen einer Nute in ein Werkstück ist mithilfe des Feststellknopfes die gewünschte Frästiefe festzulegen. Der Knopf ist gegen den Uhrzeigersinn aufzudrehen. Danach ist die Fräse auf die gewünschte Tiefe zu drücken und der Feststellknopf gegen den Uhrzeigersinn zu drehen. Dadurch wird die Frästiefe fest eingestellt. Um ein gleichmäßiges Fräsergebnis zu erhalten, sollte der Feststellknopf eine hochwertige Verarbeitung aufweisen. Das heißt, dass zum Schließen und Öffnen genügend Kraft aufgewendet werden muss, da sich der Knopf während des Fräsvorganges keinesfalls lockern darf.

Die Spindelarretierung

Zur Vereinfachung des Wechsels von Fräsköpfen werden die meisten Oberfräsen mit einer Spindelarretierung ausgestattet. Beim Fräserwechsel wird mit einem Schraubenschlüssel die Überwurfmutter der Spannzange gelöst. Dies ist jedoch nur möglich, wenn der Motor nicht mehr dreht. Die Spindelarretierung verhindert das Drehen des Motors während des Wechsels. Außerdem wird mit ihrer Hilfe nur ein Schraubenschlüssel zum Wechsel des Fräsers benötigt und nicht zwei. Eine Art Bolzen oder Stift, der unmittelbar in der Nähe der Spannzange zu finden ist, blockiert bei Betätigung die Drehbewegung des Fräsers. Nun kann die Spannzange gelöst und der Fräskopf herausgenommen werden. Ein Fräskopfwechsel ist durch die Spindelarretierung in wenigen Sekunden möglich.

Die Spannzange

Eines der wichtigsten Teile der Oberfräsen ist die Spannzange. Da sie den Fräskopf mit dem Fräsmotor fest miteinander verbindet, wäre ein Fräsen ohne Spannzange nicht möglich. Der sichere Halt der Zange ist von enormer Wichtigkeit. Daher ist weder Fett noch Öl zur Schmierung zu verwenden. Aus sicherheitstechnischen Gründen ist eine defekte Spannzange sofort auszutauschen. Sie werden im Handel mit metrischem Einheitsmaßsystem und amerikanischen Maßsystem angeboten.

Metrische Spannzangen

Die Größen des Spannbereiches der Spannzangen betragen je nach Hersteller in Deutschland sechs, acht und zwölf Millimeter. Aber auch vier und zehn Millimeter werden von einigen Herstellern angeboten. Da acht Millimeter Spannbereich die gängigste Größe ist, erhältst Du hierfür die meisten Fräser, aber auch das meiste Zubehör.

Amerikanische Spannzangen

Bei den amerikanischen Spannzangen wird das imperiale Maßsystem angewandt. Hier kommen Spannzangen mit einem Spannbereich von einem viertel Zoll, drei achtel Zoll und einem halben Zoll zum Einsatz. Wenn Du Dich für eine amerikanische Oberfräse begeistern kannst, solltest Du dies unbedingt bedenken.

Die Tauchsäulen

Die Verbindung zwischen Grundplatte und Gehäuse bilden die Tauchsäulen. Ein Feder- und Dämpfermechanismus ermöglicht, dass die Tauchsäulen zusammenschiebbar sind. Dadurch kann der Fräser bequem von oben in das Werkstück eintauchen und es nach dem Fräsgang wieder verlassen. Damit dies auch so bleibt, solltest Du die Säulen regelmäßig reinigen und einfetten. Du solltest darauf achten, dass der Federmechanismus kein Spiel aufweist, was ein Wackeln zur Folge hätte. Eine präzise Einstellung der Tiefe wäre dann nicht möglich.

Die Anschlagaufnahme

Zur Aufnahme und Fixierung von Führungsschienenadapter, Parallelanschlag, Seitenanschlag oder andere Zubehörteile befinden sich in der Grundplatte der Oberfräse seitlich zwei durchgehende Löcher mit einer Schraube. Ein Seitenaufschlag ermöglicht das exakte Fräsen einer Nut parallel zur Außenkante des Werkstücks. Der Anschlag wird mittels zweier Stangen in die Grundplatte gesteckt, der individuelle Abstand eingestellt und arretiert. Vielfältige Fräsarbeiten lassen sich mit den verschiedenen Anschlägen durchführen. Das Resultat sind zum Beispiel gerade und saubere Ziernuten.

Der Absaugstutzen

Jede Oberfräse besitzt einen genormten Absaugstutzen. Direkt auf der Grundplatte montiert ermöglicht er das direkte Absaugen der Frässpäne mit einem Staubsauger. Da der Stutzen genormt ist, kannst Du fast alle Staubsaugermodelle an ihm anschließen. Ein sauberes und ordentliches Arbeiten ist durch die Möglichkeit, Späne absaugen zu können, gegeben.

Die Funktionsweise der Oberfräse

Oberfräsen bieten einen großen Umfang an Funktionen, die Du für zahlreiche Holzarbeiten gebrauchen kannst. Mit diesem Gerät kannst Du Kanten profilieren, Aussparungen erzeugen und Nute erstellen. Ein Elektromotor, der mit zwei Hubsäulen verbunden ist, das ist ganz einfach ausgedrückt, eine Oberfräse. Der Nutzer der Fräse kann die sogenannten Tauchsäulen zusammenschieben, sodass der Fräser in das Werkstück eindringen kann. Neben dieser Tauchfunktion kannst Du Oberfräsen mit unterschiedlichen Fräskörben bestücken. Sie bilden die Grundlage für den Möbelbau, da das Fräsen verschiedener Nuten mit den Fräskörben in einer exzellenten Qualität möglich ist. Die Möglichkeit, den Funktionsumfang mit diversen Teilen zu erweitern, besteht auch. Willst Du in geraden Linien über das Werkstück gleiten, ist eine Führungsschiene notwendig, über die die meisten Maschinen verfügen. Auch ein Parallelanschlag ist oftmals Teil des Lieferumfangs.

Wenn Du mit dem Gerät arbeiten möchtest, musst Du den gewünschten Fräskopf einsetzen und die Frästiefe einstellen. Danach wird die Drehzahl vorgewählt und das Werkstück eingespannt. Hast Du diese Vorarbeiten erledigt, kannst Du mit der Fräsarbeit beginnen. Dazu ist die Einschaltsperre zu drücken und die Fräse einzuschalten. Nun ist der Spannhebel zu lösen und der Fräser in das Material zu tauchen. Um ein perfektes Fräsbild zu erreichen, ist mit zügigem Vorschub zu fräsen. Nachdem die Fräsarbeit beendet ist, ist der Spannhebel wieder zu lösen und der Fräskopf aus dem Werkstück nach oben zu führen. Der An-/Ausschalter wird nun gelöst, wodurch die Fräse ausgeschaltet wird.

Es besteht bei einigen Modellen die Möglichkeit, die Oberfräse stationär zu verwenden. Dazu kannst Du die Fräse mit den optionalen Zubehörteilen auf einen passenden Frästisch montieren. Dadurch kannst Du den Kauf einer großen und nicht gerade preiswerten Tischfräse einsparen.

Sicherheitsmaßnahmen, die beim Fräsen zu beachten sind

Wie bei allen anderen Arbeiten besteht auch beim Fräsen ein Unfallrisiko. Aus diesem Grund ist es notwendig, dass Du Dich über den Sicherheitsaspekt informierst. Wichtig ist natürlich beim Fräsen das Tragen der richtigen Schutzkleidung. Dies fängt bei der Schutzbrille an und hört bei den Sicherheitsschuhen auf.

Da Du beim Fräsen herumfliegenden Staub und Spänen ausgesetzt bist, ist zum Schutz Deiner empfindlichen Augen das Tragen einer Schutzbrille unverzichtbar.

Damit die Späne noch während des Fräsens beseitigt werden, ist an dem vorhandenen Absaugstutzen beispielsweise ein Staubsauger anzuschließen. Dadurch hast Du klare Sicht und Dein Arbeitsplatz bleibt sauber.

Neben den Spänen entsteht beim Fräsen auch sehr feiner Holzstaub. Beim Einatmen gelangt dieser in die Lunge, was aufgrund schädlicher Stoffe gesundheitsschädigend sein kann. Aus diesem Grund ist unbedingt beim Arbeiten mit der Oberfräse eine Schutzmaske zu tragen. Sie gehört meist zur Standardausrüstung.

Um die Ohren vor möglichen Schäden zu bewahren, ist das Tragen eines Gehörschutzes sehr wichtig. Deshalb ist es beim Fräsen über einen längeren Zeitraum Pflicht, Gehörschutz zu benutzen.

Das Tragen von Arbeitsschuhen ist anzuraten. So beugst Du zum einen Verstauchungen und Brüchen im Fußbereich vor und zum Anderen trittst Du Dir keinen am Boden liegenden Nagel durch den Schuh ein.

Zusammenfassung

Eine Oberfräse ist ein Hochpräzisionswerkzeug, das für viele Zwecke einsetzbar ist. Verschiedene Fräser für beispielsweise zum Abrunden, Bohren, zum Fräsen von Nuten oder Profilfräser, stehen dafür zur Verfügung. Die Funktionsweise einer derartigen Fräse stellt sich als relativ simpel dar. Über eine Welle leitet der Motor die Energie in die Spannzange und der Fräser wird bewegt. Um die Fräse steuern zu können, befinden sich seitlich meist zwei Griffe. Diese sollten möglichst ergonomisch geformt sein, damit die Fräse gut in Deine Hand passt. Bevor Du eine Oberfräse erwerben möchtest, sind der Einsatzzweck und die notwendigen Funktionen abzuschätzen. Eine leichte Bedienung und ein ermüdungsfreies Arbeiten sind ebenso wichtig, wie die Einhaltung der sicherheitstechnischen Maßnahmen. An einer Oberfräse aus Schnellstahl oder Hartmetall hast Du bei guter Wartung und Pflege lange Freude. Bevor Du Dir eine Oberfräse kaufst, ist anzuraten, dass Du Dich über das gewünschte Modell durch Lesen diverser Tests und Kundenrezensionen informierst.

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